Psionik

Psi ist die im bekannten Universum am weitesten verbreitete Bezeichnung für ein Phänomen, das in den verschiedenen menschlichen Kulturen ganz unterschiedliche Bezeichnungen findet. So sind je nach kultureller Prägung auch die Begriffe Qi (alternativ auch Chi oder Ki geschrieben), Vril oder – in Anlehnung an seine Verbindung zum Underspace – besonders in wissenschaftlichen Kreisen auch der Begriff U-Force geläufig. Anwender oder grundsätzlich Begabte dieser fremdartigen Kraft werden demnach häufig als Psioniker bezeichnet.
Obwohl die ersten wissenschaftlichen Theorien weit zurückreichen kam die Menschheit erst mit dem Beginn der Wiedervereinigung großflächiger mit dem Psi-Phänomen in Kontakt. Mit dem Aufkommen längerer und häufiger Reisen durch den U-Space wurde bald festgestellt, dass ein geringer Prozentsatz von Personen, die längere Zeit im Underspace verweilten, davon merkliche mentale Veränderungen davontrug. So wurde bei diesen Personen schon früh eine hohe Korrelation zwischen langen Aufenthalten im U-Space und psychischen Anomalien festgestellt, die von leichten Verhaltensänderungen bis hin zu ausgewachsenen Geisteskrankheiten reichten. Bei einem noch kleineren Prozentsatz dieser bestimmten Personengruppe jedoch wurde eine ganz besondere Form von mentaler Anomalie festgestellt – und zwar die grundlegende Fähigkeit zu „übersinnlicher“ Beeinflussung ihrer Umwelt. Dieses besondere Talent scheint sich – so hat die Wissenschaft ergründet – erstaunlicherweise direkt im Gencode der Betroffenen niederzuschlagen, sodass man in der Folge feststellen konnte, dass die Kinder von Psionikern selbst ohne jeglichen Kontakt zum U-Space diese Fähigkeit erben können. Wie genau es möglich ist, dass sich der Aufenthalt im U-Space direkt auf die Genetik mancher Reisender auswirken kann, ist bis heute ungeklärt und wohl die am kontroversesten diskutierte Frage der noch jungen und unausgegorenen Psi-Wissenschaft. Fakt ist jedoch, dass die meisten grundsätzlich zur Psionik begabten Individuen ihre Kräfte erst nach langem und intensivem Training derart perfektionieren können, dass sie in der Lage sind, ihre Umwelt maßgeblich zu beeinflussen und selbst dann wird die Anwendung noch regelmäßig von starker geistiger wie körperlicher Auszehrung begleitet.
Die Haltung gegenüber der Psionik ist in den verschiedenen menschlichen Kulturen sehr unterschiedlich, ebenso die gesellschaftliche Anerkennung der Betroffenen. Das kann in den Extremfällen von einer Herrschaft einer Psioniker-Klasse (Psikratie) bis hin zur gesetzlichen Verfolgung und Tötung von Psionikern reichen.

Regeln

Regeltechnisch funktioniert die Psi-Kraft ganz ähnlich der Magie aus Desolation. Das heißt, es wird ein entsprechendes Talent benötigt, um die Fertigkeit Psi (Basisattribut ist Willenskraft) erlernen zu können. In Bezug auf die Anwendung wird Psi wie eine Magietradition bei Desolation behandelt. Das beinhaltet die Unmöglichkeit des Durchschnitt-Nehmens ebenso wie die Regeln zu Burn. Die Möglichkeiten des Psi umfassen Dinge wie außersinnliche Wahrnehmung (ESP), Telekinese, Telepathie oder in Extremfällen sogar Teleportation. Die Schwierigkeiten orientieren sich an den Tabellen aus Desolation.

Beispiele für Schwierigkeitsgrade
  • Einfach (1 Erfolg)
    oberflächliche Emotionen lesen, kleine Objekte telekinetisch bewegen, beim Gegenüber leichte Kopfschmerzen auslösen
  • Durchschnittlich (2 Erfolge)
    Psi-Angriff gegen einzelnen Gegner, schwacher Psi-Schild
  • Schwierig (3 Erfolge)
    Levitation, Telekinese schwerer Objekte (bewegen oder werfen), Lügen erkennen, einem Verstand eine bestimmte Information entnehmen
  • Sehr schwierig (4 Erfolge)
    Gefühle oder Erinnerungen verändern, Fliegen, Psi-Angriff gegen mehrere Gegner
  • Heroisch (5 Erfolge)
    Hellsehen, Lesen sämtlicher Gedanken des Ziels
  • Nahezu unmöglich (6 Erfolge)
    Telepathie über weite Distanz, Materie komplett desintegrieren, Teleportation

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