U-Space

High Noon in Hallow's End

5. Sitzung (17.06.2013)

Die TFS Esperance befindet sich im Landeanflug auf die entlegene Agrarkolonie Hallow’s End auf dem Planeten Acantha im gleichnamigen System, wo sie beauftragt wurden, zusammen mit Irrelevant eine ihnen unbekannte Fracht aufzunehmen und zu Lady Elvira nach Port Venice zurückzutransportieren. Auf dem Flugplatz der technologisch rückständigen Western-Kolonie sucht Vitali zunächst einmal die Wechselstube auf, um sich einheimische “Dollar” zu beschaffen. Zacharias folgt ihm dorthin. Joris eilt unterdessen allen voraus in die Stadt, um dort auf Beobachtungsposition zu gehen, während Tucker den mysteriösen Passagier der Crew, Irrelevant, auf die staubige Hauptstraße der archaisch anmutenden Siedlung begleitet. Cree bleibt auf der Esperance zurück.

Alleine mit Irrelevant unterwegs wird Tucker schließlich in einige Details des Auftrags eingeweiht. Es gilt, ein Objekt von einem Ort nahe der Kolonie zu bergen, der sich Morgan Valley nennt. Irrelevant erklärt, dass sie ein Transportmittel benötigen werden, um die Fracht zu transportieren. Aufgrund des relativen Mangels an motorisierten Fahrzeugen entschließt sich Tucker kurzerhand dazu, einen Planwagen mit Pferdegespann zu leihen und bricht alleine mit Irrelevant auf, um die Fracht zu bergen. Der Rest der Crew wird jedoch per Komm benachrichtigt.

Unterdessen begegnen Vitali und Zacharias dem etwa zehnjährigen Cody Jennings, der in der Wechselstube arbeitet und sich sehr begeistert von der Esperance und dem Weltraum überhaupt zeigt. Stolz demonstriert er seine Modellraumschiffe und erklärt, dass es sein sehnlichster Wunsch ist, selbst auch ein Raumpilot zu werden. Man lässt sich dazu überreden, Cody als Schiffsjungen (aus Zacharias’ Perspektive vielmehr Armeerekruten) auf der Esperance anheuern zu lassen. Vitali beteht jedoch darauf, dass sein Vater dem zustimmt, woraufhin Zacharias per Pferd zu dessen Ranch aufbricht, um die Einziehung des Jungen zu melden. Vitali sucht unterdessen den Saloon der Stadt auf – wohin ihm Joris folgt, der seinen Beobachtungsposten nach der Abfahrt des Planwagens mit Tucker und Irrelevant verlassen hat.

Auf der Jennings-Ranch angelangt erklärt Zacharias dem Vater, dass Cody fortan als Rekrut auf der Esperance dienen wird. Der ist jedoch gar nicht begeistert und ein Gefecht bricht aus, dessen weithin hörbare Schusswechsel auch den Sheriff der Kolonie, sowie Vitali und Joris zur Ranch locken. Erst nach einigen Betäubungsschüssen und einem späteren psionischen Einschüchtern durch Joris kann der entschlossene Vater davon abgebracht werden, Cody mit aller Macht auf Acantha zu behalten. Auch gegenüber dem Sheriff bedarf es einiger Einschüchterung und Drohung mit dem mercurianischen Militär, bis dieser den Jungen gehen lässt. Vitali ist nach wie vor sehr unzufrieden damit und weigert sich zunächst, mit dem Raumschiff abzuheben, solange Cody gegen den Willen seines Vaters an Bord ist.

Währenddessen begegnen Tucker und Irrelevant in ihrem Planwagen in der staubigen Prärie außerhalb der Kolonie einer Gruppe von Reitern, die von dem Banditenchef Loco Moralez angeführt werden. Man erfährt, dass eben diese Bande am Zielort Morgan Valley kampiert und dass sich das von Irrelevant gesuchte Objekt wohl in einer Kupfermine befindet. Die Gangster lassen sich jedoch darauf ein, die beiden in ihr Tal und die Mine zu lassen, wenn sie das “schwarze Tor” öffnen können, das sich dort verbirgt und hinter dem Loco irgendwelche hochtechnologischen Artefakte vermutet. Da Irrelevant angibt, das “schwarze Tor” öffnen zu können und sich mit einem einzigen “Objekt” zufrieden zu geben, das dort geborgen werden kann, kommt man fürs Erste ins Geschäft. Die Situation verändert sich ein wenig, als die anderen mit der Esperance den Planwagen und die Reiter einholen, aber man bleibt bei dem ausgehandelten Deal.

In Morgan Valley wird die Esperance geparkt und man findet dort nicht nur zahlreiche Rinder und einige weitere Banditen vor, sondern auch die gesuchte Kupfermine mit dem “schwarzen Tor”. Das entpuppt sich als kreisrunde, schleusenartige Metallvorrichtung, die Irrelevant auch tatsächlich mit etwas Werkzeug und seinem Kommgerät zu knacken vermag. Dahinter eröffnet sich ein staubiger schwarzer Gang, der zweifelsohne künstlich geschaffen wurde – und zwar mit überlegeneren Mitteln als sie den Menschen in Hallow’s End zur Verfügung stehen. Ob die unterirdische Anlage, die die Gruppe noch weiter in die Tiefe führt, terranischen oder außerirdischen Ursprungs ist, bleibt dabei unklar. Im Inneren angekommen steckt Irrelevant sich an eine Art Bedienkonsole an. Außer merkwürdigen milchglasartigen Objekten in den Wänden, die etwa mannshoch sind und in denen sich irgendetwas zu verbergen scheint, ist in dem Raum jedoch nichts weiter zu finden.

Per Komm-Nachrichten hatte Irrelevant mit Tucker einen Plan vereinbart, wie er alle Banditen beseitigen wolle – über die Details lässt er den Techniker jedoch im Unklaren. Dennoch willigt dieser ein, dass die Gruppe sich schleunigst zurückziehen wird, wenn Irrelevant das Signal gibt. Ein Teil der Crew hatte ohnehin schon vor der fremdartigen Anlage gewartet. Das Signal kommt und man zieht sich schnell zum Eingang der Mine zurück – offenbar zurecht, denn schon bald ertönen panische Schreie aus dem Inneren, wenige Schüsse fallen und es dauert nicht lange, bis Irrelevant per Komm durchgibt, die gesamte Crew solle sich in die Esperance zurückziehen und dort auf ihn und die Fracht warten. Der Banditenführer Loco ist der einzige, der es noch lebendig bis zum Mineneingang schafft, wo er kurzerhand von Zacharias erstochen wird. Doch was ihm aus der Tiefe gefolgt kommt ist verstörend. Nur knapp können sich die letzten Crewmitglieder noch zur Esperance retten, bevor eine Vielzahl überdimensionierter, menschengroßer Insekten mit gefährlich anmutenden Gift(?)-Stacheln aus dem Mineneingang strömen und ein Massaker unter den Rindern im Tal anrichten. Offenbar hat Irrelevant diese Killerinsekten auf die Banditen losgelassen. Er selbst taucht auch bald aus den Tiefen auf und schafft ein weiteres dieser milchig-weißen, an dickes Glas erinnernden Objekte zum Schiff: die gesuchte Fracht!

Bestürzt über das Massaker, das die Killerinsekten angerichtet haben, beginnt man damit, die mordlustigen Tiere per Schiffsgeschütz eines nach dem anderen zu jagen und zu erlegen. Danach wird der Mineneingang ebenfalls mit einigen gezielten Schüssen zum Einsturz gebracht. Man hofft inständig, alle der Kreaturen erwischt zu haben, als die Esperance abhebt, um das verfluchte Morgan Valley endlich zu verlassen…

Comments

Andi_SL

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.